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Hörbus Nahost in Marienau

Was bedeutet es, im Nahen Osten aufzuwachsen? In einem eigens gestalteten Doppeldecker-Bus kam diese Woche eine besondere Ausstellung zu uns nach Marienau. 
Drei Tage lang hatten unsere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in authentische Lebenswelten Palästinas und Israels einzutauchen, die weit entfernt von der eigenen Erfahrung liegen und doch so vieles berühren, was uns alle angeht.

Zuhören statt vereinfachen
Durch Audiobeiträge, Fotografien, Bücher, Gedichte und Comics begegneten sie echten Stimmen aus Israel und Palästina. Keine vereinfachten Narrative und keine fertigen Antworten. Stattdessen viel Raum zum Zuhören, Nachfragen und Nachdenken.
Neun Marienauer Klassen nahmen teil. Und in den anschließenden Reflexionsgesprächen wurde deutlich, wie viel diese Begegnungen bei den Jugendlichen bewegt. Wie Bilder hängen bleiben und wie Worte nachhallen. Und wie Perspektiven das eigene Denken verschieben können.


Begegnungen, die nachwirken
„Unser Ziel ist es, Türen zu öffnen und unterschiedliche Perspektiven zuzulassen.", erklärte  Eyal Dreyer, der das HörBus-Projekt begleitet. Er setzt sich seit vielen Jahren  für Frieden und Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern ein. In einer Zeit, in der Konflikte oft laut und vereinfacht diskutiert werden, glauben wir: Verstehen beginnt mit dem Willen zuzuhören.