Internatsweihnachtsfeier

Wenn in Marienau die „Goldene Marie“ verliehen wird, ist es Weihnachten. Es ist Tradition, dass bei der Internatsweihnachtsfeier diejenigen bedacht werden, die uns im Laufe des zurückliegenden Jahres haben schmunzeln und staunen lassen. Den festlichen Rahmen bildet ein klassisches Drei-Gänge-Weihnachtsmenü, das die Marienauer Küche großartig zubereitet. Zur Einstimmung und zwischen den Gängen gibt es musikalische Einlagen. Ein besonderes Geschenk machte uns in diesem Jahr der Chor unter der Leitung von Florian Fiechtner. Neben verschiedenen Chorliedern präsentierte Charleen gekonnt „Halleluja“ von Leonard Cohen als Solo.

In ihrem Jahresrückblick richteten Heike Elz und Tobias Karrasch u.a. den Fokus auf die jetzige Klasse 10, die uns im vergangenen Juli als Neuntklässler mit ihrem Theaterstück „36 000 Sekunden“ begeistert haben – und dass, obwohl die Schulleitung zunächst Zweifel am Erfolg des Ganzen hatte. Doch hier helfen ein langer Atem von Regisseurin Daniela Tautorus und das Vertrauen in die Schüler, dass sie es schaffen können! Die Goldene Marie ging auch an Janick und Isabel, die sich im Rahmen des NAU-Projekts in Klasse 11 den in den Dienst der Kleinen in Kindergarten und Grundschule gestellt haben.

Für Erheiterung des Publikums sorgte auch Max, der ganz uneigennützig für eine gemütliche Sitzecke inmitten des Marienauer Grüns sorgte. Dass ein Sofa im Wald im Falle von Max nicht zur Beobachtung freilaufender Wildtiere dient, dürfte auf der Hand liegen.

„Naturverbunden“ ist auch das Stichwort für Hanmari, Frida und Josephine: Sie machten sich das Ergebnis eines Unwetters im Sommer zunutze und sprangen freudig in den „Pop up“- Regenwasser- Pool auf der Wiese vor dem Schillerhaus.

Den Vogel, um im Bild zu bleiben, schoss aber Kevin ab: Als Marienauer Oberstufenschüler ist man verpflichtet, eine festgelegte Anzahl von betreuten Lernzeiten zu besuchen. So stellen wir sicher, dass die Schüler ausreichend viel für ihr schulisches Fortkommen tun. Eine absolvierte Lernzeit wird mit einer Unterschrift der betreuenden Lehrkraft quittiert, der Laufzettel nach zwei Wochen bei Internatsleiter Herrn Karrasch eingereicht. Diesem fiel bei der Kontrolle auf, dass es für denselben Tag und dieselbe Uhrzeit Unterschriften von zwei Lehrern gab. Sherlock Karrasch konnte ein Versehen ausschließen und fand heraus, dass Kevin unbedingt eine noch fehlende Lernzeit auf dem Laufzettel unterbringen wollte. Um dies zu erreichen, pendelte er an besagtem Tag vom Lernzentrum in der Bibliothek bei Frau Filter ins Lernzentrum im Torhaus, das von Frau Jänsch betreut wird. Diese logistische Meisterleistung wurde mit einem Auftritt auf der Bühne belohnt, bei dem Kevin den beiden Lehrerinnen je eine goldene Marie überrichten durfte.

Eine Goldene Marie erhielten auch die Marienauer Schülersprecher, die damit für ihr großes Engagement für die Schulgemeinschaft ausgezeichnet wurden. Egal, ob Konferenzen Bauausschuss, Steuerungsausschuss oder Trägervereinssitzungen, Elli, Milan und John setzen sich sehr umfassend für die Belange der Schüler ein und leisten tolle Arbeit in und für Marienau. (SPT)