Umgang mit Regelverstößen

Klarheit und Grenzen

Bei Verstößen gegen die Schul- und Internatsordnung werden nach dem Gespräch mit den beteiligten Schülern, den Eltern und den zuständigen erwachsenen Bezugspersonen in Schule und Internat dem Vorfall angemessene Konsequenzen ausgesprochen, die zum Ziel haben, das Fehlverhalten zu sanktionieren und die Reflektion des eigenen Verhaltens anzustoßen.
Bei Verstößen gegen die Raucherregelung an der Schule wurde 2007 mit der Schulversammlung, die von Lehrern und Schülern paritätisch besetzt ist, ein Sanktionskatalog aufgesetzt. Bis 13 Uhr ist die Schule rauchfrei, danach ist es volljährigen Schülern gestattet, auf dem „Raucherplatz“ zu rauchen. Schüler, die verbotenerweise rauchen, erhalten einen sog. Raucherpunkt, der mit obligatorischer sportlicher Betätigung einher geht und den die Schüler durch gemeinnützige Tätigkeit in Schule und Internat wieder löschen können.
Wichtiger als die Sanktionierung von Fehlverhalten ist uns jedoch, positives Verhalten zu verstärken. Mit dem sogenannten „Nichtraucher-Vertrag“ wollen wir vor allem die Schüler belohnen, die innerhalb eines Schuljahres nicht geraucht haben.
Diese Schüler werden mit einem Tag schulfrei belohnt, den Termin dafür können sie nach Rücksprache mit der Schul- bzw. Internatsleitung selbst bestimmen.
Im Umgang mit Alkohol gilt das Jugendschutzgesetz mit dem schulinternen Zusatz, dass ein Schüler/eine Schülerin nicht nur 16 Jahre alt, sondern zusätzlich auch in der 10 Klasse sein muss, um im Rahmen von beaufsichtigten Veranstaltungen Alkohol in angemessenem Maß trinken zu dürfen.
Alle Schüler unterschreiben bei Schuleintritt eine Vereinbarung zur Drogenprävention, alle internen Schüler müssen innerhalb der dreimonatigen Probezeit einen Drogentest abgeben. Beim Verstoß gegen diese Vereinbarung gilt das Prinzip der zweiten Chance, die beinhaltet, dass der Schüler/die Schülerin an der Schule bleiben darf, einen sog. „Drogenvertrag“ unterzeichnet und innerhalb der folgenden 12 Monate regelmäßig getestet wird. Verstößt er oder sie erneut gegen den Vertrag, muss er oder sie die Schule verlassen. Die Regelung der zweiten Chance gilt nicht bei harten Drogen oder im Falle des Verkaufs von Drogen an andere.
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